Ein denkwürdiger Rettungsversuch eines verletzten Tieres

Am 24.12.2014 um 10:45 Uhr wurde eine Passantin sowie ein Mitarbeiter der NÖ Umweltwacht am Hauptplatz in Hainburg Zeugen wie eine Hauskatze eine Taube attackierte und dabei so verletzte, daß der Vogel nicht mehr fliegen konnte. Während die Passantin den älteren Kater auf Distanz zu der Taube bringen konnte, fing unser Mitarbeiter den Vogel ein und verständigte die Einsatzleitung. Der Kater wurde zu dem Wohnobjekt der Besitzerin am Hauptplatz eskortiert. Nach Rücksprache mit der Tierklinik Hainburg wurde die verletzte Taube zu Klinikchef Mag. Christian Hofmann transferiert.

Um der Taube weitere Schmerzen während der Untersuchung zu ersparen, wurde diese unter einer Lokalanästhesie durchgeführt. Tierarzt Hofmann diagnostizierte eine offene Fraktur am linken Flügel mit fast vollständiger Zusammenhangstrennung. Aus veterinärmedizinischer Sicht gab es mit dieser Verletzung nur zwei Optionen: die Amputation des Flügels und ein „Leben“ im Käfig oder die Euthanasie. Nach kurzer Besprechung wurde beschlossen, den Vogel von seinem Leiden zu erlösen.

Im Anschluß des Einsatzes wurde die Besitzerin des Katers aufgesucht und ihr mitgeteilt, daß dieser eine Taube angegriffen und schwer verletzt hätte. Frappiert hat unseren Einsatzleiter, die lapidare Antwort: „Was soll ich machen – Pech für die Taube.“ Keine Frage, was mit dem Vogel weiters passiert wäre oder nach den Umständen. Die offenkundige Gleichgültigkeit war für eine Person die beruflich in einem Naheverhältnis zu Tieren stehen soll, mehr als verblüffend.

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