Hainburg: illegale „Abfallsammler“ auf frischer Tat ertappt

Am heutigen Tag gegen 8:30 Uhr konnten wir während unseres Streifendienstes Angehörige einer sogenannten Müllbrigade bei einer Sammelaktion auf frischer Tat ertappen. Im Stadtgebiet von Hainburg waren die drei Frauen mit Kleinwagen und Anhänger unterwegs, klingelten in der Babenbergerstraße bei Wohnhäusern und fragten nach Gegenständen, die von ihren Besitzern nicht mehr gebraucht würden.

eine illegale Abfallsammlung wurde von der Berg- und Naturwacht gestoppt | Foto: Berg-und-Naturwacht.org

Die drei Frauen aus Ungarn mit ihrem weißen Reanult 5 wurden bei ihrer Sammlung „gestoppt“

Oftmals geben Menschen auch aus Mitleid bei solchen Sammelaktionen Gegenstände ab, wobei allerdings unberücksichtigt bzw. unbedacht bleibt, daß die Gesamtsumme der täglich ins Ausland verschafften „Rohstoffe“ einen beachtlichen volkswirtschaftlichen Schaden darstellt. Ob nun beispielsweise Gegenstände, die als Sperrmüll benannt werden oder alte, ausgediente Elektrogeräte – viele darin enthaltene Teile können auch als wertvolle Rohstoffe extrahiert, verkauft und wiederverwertet werden, was dann durchaus auch erfolgt. Die Zusammensetzung unserer Entsorgungsbeiträge für die Abfallbehandlung beinhalten in der Kalkulation die Zuführung jeglichen „Abfalls“ an die kommunale Sammlung. Daher stellt jedes Teil, das unser Land verläßt und aus dem Kreislauf: Verkauf – Rückgabe – Wiederverwertung fällt, einen Schaden und Nachteil für die eigene Bevölkerung dar.

Der Gesetzgeber sanktioniert allerdings nicht nur das illegale Sammeln von „Abfällen“ = Rohstoffe, durch die Müllbrigaden¹, sondern auch die Abgabe² an diese.

In dem gegenständlichen Fall konnte die Frau aus Ungarn keine Sammelbewilligung gem. § 24a Abs. 1 Abfallwirtschaftsgesetz 2002 vorweisen. Nach einem Informationsgespräch stellte sie die Sammlung ein und entfernte sich. Wir richteten eine Wahrnehmungsmeldung an die Bezirkshauptmannschaft Bruck/Leitha.

Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß solche Gruppen sich mitunter auch durch Vortäuschung falscher Tatsachen Zutritt zu Wohnungen und Wohnhäusern, insbesondere bei älteren Menschen verschaffen wollen. Während der Hausbewohner oder die Hausbewohnerin abgelenkt wird, können flinke Finger rasch zugreifen …

Wir raten deshalb, niemals fremden Personen Zutritt in die Wohnung oder das Haus zu gestatten! Die Einladung von illegalen Abfallsammlern, daß sie beispielsweise nur beim Tragen eines Gegenstandes aus den eigenen vier Wänden helfen wollen, sollte jedenfalls die Alarmglocken läuten lassen.

Helfen Sie, daß unsere Müllgebühren und Entsorgungsbeiträge nicht weiter steigen und geben Sie bitte keinerlei Gegenstände an Fremde ab.

Behördenauskunft der möglichen Verwaltungsstrafen:

¹ Für Abfallsammler ohne Erlaubnis

gemäß § 24a Abs. 1 AWG 2002:
a) Sammlung von nicht gefährlichen Abfällen: Geldstrafe von € 360.- bis € 7.270.- (§79 Abs. 2 Z. 6 AWG 2002)
b) Sammlung von gefährlichen Abfällen: Geldstrafe von € 730.- bis € 36.340.- (§ 79 Abs. 1 Z. 7 AWG 2002)

² Für Liegenschaftseigentürmer

a) Erfassung und Behandlung nicht gefährlicher Siedlungsabfälle nicht durch Einrichtungen der Gemeinde: Geldstrafe bis € 2.200.-, bei Vorliegen erschwerender Umstände, im Wiederholungsfall mit einer Geldstrafe bis zu € 21.800.- (§ 33 Abs. 1 Z. 2 und Abs. 2 NÖ AWG 1992)
b) Übergabe von nicht gefährlichen Abfällen an nicht entsprechend Berechtigte: Geldstrafe von € 360.- bis € 7.270.- (§ 79 Abs. 2 Z. 4 AWG 2002)
c) Übergabe von gefährlichen Abfällen an nicht entsprechend Berechtigte: Geldstrafe von € 730.- bis € 36.340.- (§ 79 Abs. 1 Z. 2 AWG 2002)

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Erstveröffentlichung am 20.6.2014 innerhalb unserer zurückliegenden Tätigkeit in unserem vormaligen Zweigverein der „NÖ Berg- und Naturwacht OEL Hainburg“