Weiterer Streuner am Braunsberg erwischt

Aufgrund der jüngsten tragischen Ereignisse (gerissenes Reh sowie eine Attacke von vier streunenden Hunden auf einen Artgenossen [Bericht folgt nach Abschluß der Ermittlungen]), werden insbesondere von unserem Feldschutzorgan der Stadt Hainburg verstärkt Streifen im Bereich der Tatorte am Braunsberg durchgeführt. Dem Feldschutzorgan obliegt gemäß NÖ Feldschutzgesetz auch der Schutz der Weidetiere, einschließlich Feder- und Kleinvieh.

Im Zuge solch einer Streife wurde am 13.12. gegen 10:10 Uhr im unteren Bereich des Braunsberges ein Rüde unbeaufsichtigt, streunend wahrgenommen und darauf zu Fuß verfolgt. Leider reagierte der Hund auf Ansprache und Zureden mit Flucht, was einen etwas längeren Nachgang/-lauf mit sich zog. Im Siedlungsgebiet verriet der über 10jährige Hund dann durch sein Verhalten seinen Wohnort.

streunenden Hund erwischt | Foto: NOE-Umweltwacht.orgverfremdete Fotografie des Hundes [M]¹

Im Zuge des Gespräches mit der Besitzerin wurde sie auf die jüngsten Ereignisse, aber auch die grundsätzlichen Rechtsnormen hingewiesen. Sie räumte ein, daß ihr Hund wegen der Beschaffenheit der Grundstücksbegrenzung immer wieder das gleiche Schlupfloch zum Ausreißen nutzt. Im Zuge der Begutachtung wurden ihr Empfehlungen zur Schließung der Lücke gegeben und eine Frist von einer Woche vereinbart um einen Zustand herzustellen, der das Ausbüchsen ihres Hundes verhindert.

In diesem Zusammenhang weisen wir auf folgende rechtliche Bestimmung des NÖ Hundehaltegesetzes LGBl. 4001-1 hin:

§1 – Allgemeine Anforderungen für das Halten von Hunden

(1) Wer einen Hund hält, muss die dafür erforderliche Eignung aufweisen und hat das Tier in einer Weise zu führen und zu verwahren, dass Menschen und Tiere nicht gefährdet oder unzumutbar belästigt werden können.

(2) Ein Hund darf ohne Aufsicht nur auf Grundstücken oder in sonstigen Objekten verwahrt werden, deren Einfriedungen so hergestellt und instand gehalten sind, dass das Tier das Grundstück aus eigenem Antrieb nicht verlassen kann.

Verstöße gegen §1 NÖ Hundehaltegesetz werden gemäß §10 als Verwaltungsübertretung von der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe bis zu € 10.000.- und im Fall der Uneinbringlichkeit mit einer Ersatzfreiheitsstrafe bis zu 4 Wochen bestraft.

¹ [M]: Kennzeichnung für digitale Bearbeitung eines Bildes